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| Luxus der Leere Vom schwierigen Rückzug aus der Wachstumswelt Eine Streitschrift
Schrumpfende Städte, vereinsamende Landschaften: Die aktuellen urbanistischen Debatten werden zunehmend von sorgenvollen Tönen bestimmt. Weit über eine Million Wohnungen stehen bislang in Ostdeutschland leer und sollen zu großen Teilen abgerissen werden. Doch die dramatische Existenzkrise der ostdeutschen Wohnungswirtschaft, zu deren Rettung das gewaltige Häuservernichtungsprogramm „Stadtumbau Ost“ angeschoben wurde, ist gar nicht der Kern des Problems, sondern nur eine Folgeerscheinung. Auch der Westen bekommt die Wandlungsprozesse schon zu spüren: Wo traditionelle und das Gesicht ihrer Regionen prägende Produktionsstandorte aufgegeben werden, geraten immer mehr Mechanismen politischer Steuerung und sozialen Ausgleichs ins Wanken. Also sind wir gehalten, die Krise am Wohnungsmarkt als deutlichen Hinweis auf einen viel weiter reichenden Wandel unserer überkommenen und also vertrauten sozialräumlichen und regionalen Strukturen insgesamt wahrzunehmen. Seit Jahren hat Wolfgang Kil in Artikeln und Vorträgen auf die verschiedenen Phänomene der Schrumpfung in ostdeutschen Städten aufmerksam gemacht. Nun fasst er seine Sicht auf das ganze Spektrum der Probleme in einer Streitschrift zusammen. Seine
These: Das Ende des klassischen Industriezeitalters und die Ära
der Globalisierung werden unsere soziale wie räumliche Umwelt in
ähnlicher Weise durcheinanderwirbeln und prinzipiell neu gestalten,
wie das im Zuge der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert geschehen
ist.
Kapitel
1: Zur Situation
Das
Buch ist erschienen im: 160
Seiten, zahlreiche Abbildungen ISBN 3-928766-60-0 |
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